Kritiken
Kulinarisches und künstlerisches Reiseziel Salzburg
Der Kurztripp nach Salzburg war nicht nur in visueller Hinsicht ein wahres Vergnügen - Auch kulinarisch ist dort einiges geboten.
Um nicht blind Restaurants auszusuchen kann man sich unter http://www.die-besten-koeche.com/ schon im Vorfeld orientieren. Zwar war das auf Platz eins stehende Restaurant ausgebucht aber im Riedenburg (Platz 2) und im Esszimmer (Platz 3) waren glücklicherweise noch Plätze zu ergattern.
Das Riedenburg ist ein im österreichischem Stile gehaltenes Restaurant. Nach Erhalt der Karte ist einem spätestens klar, dass es sich hier nicht um ein normales Restaurant handelt: Die Gerichte und Menüs sind ohne gastronomische Französischkenntnisse nur zu erahnen. Die Preise sind wie das Essen der höheren Klasse einzuordnen. Vor dem Hauptgericht erhielten wir eine kleine "Aufmerksamkeit des Hauses". Auffällig war der Focus des Kochs auf das Detail: sogar kleinste Salatzierden waren mit einem sehr schmackhaften Dressig benetzt, so dass sich die wohl gelungenen Kontraste bis ins kleinste fortsetzten.
Der St.Petersfisch hatte eine nahezu perfekte Konsistenz und eine gelungene Kruste. Die Hausgemachten Gnocci gaben dem Geschmack einen angenehmen Gegenpol.
ApfeltörtchenDas Esszimmer präsentierte sich als Modernes Restaurant mit sehr freundlichem Personal und man konnte sich dort als junger Mensch sofort wohlfühlen und entspannen. Die Karte bot verschiedenste Gerichte von hohem Niveau. Das fünf-gängige-Menü "Fisch" und das ebenfalls mit fünf Gängen ausgestattete Menü "Esszimmer" für je 58€ boten Gaumenfreuden besonderer Art. Das 2006 neu renovierte Hotel "Jedermann" trägt auf Prospekten und deren Homepage den Zusatz "Designhotel" - meiner Ansicht nach zu unrecht. Nur wenige Designprinzipien wurden vom Innenarchitekten umgesetzt. So ist beispielsweise zwar im großen ein harmonisches Bild vorgesehen, im Detail fallen jedoch mehrere Ungereimtheiten auf: Um das zu klein geratene Badezimmer nicht noch mehr vollzustellen wurde das Waschbecken einfach in den Schlaf- und Wohnraum verlegt. Dies sorgt für eine etwas unangenehme Krankenhausatmosphäre. Sowohl WC als auch Dusche waren lediglich durch Milchglasscheiben vom Wohn-und Schlafraum getrennt, was eine sehr intime Atmosphäre, die jedoch nicht unbedingt jedermann"s Sache ist, vermittelte. Die einzelnen beiden Betten im Doppelbettzimmer waren auf Rollen arrangiert, was das Kompositum "Doppelbett" dann doch des öfteren im wahrsten Sinne des Wortes divergieren ließ. Das wars aber auch dann schon mit den negativen Eindrücken. Das Frühstück war reichhaltig, vielschichtig und qualitativ gut. Auch der Service konnte sich bei einem Preis von 95€ fürs Doppelzimmer/Nacht sehen lassen.
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